Nizza's Hinterland (Alpes Maritime)

Sainte-Agnès (800 m)



Sainte-Agnès mit ca. 1.190 Einwohnern liegt 10 km von Menton und der italienischen Grenze entfernt im Département Alpes Maritim.

Bei einem Spaziergang durch die malerischen Gassen mit dem alten Kopfsteinpflaser, in denen sich die mittelalterlichen Häuser gegeneinander drängen, landet man gelegentlich in unterirdischen Gewölben.

Èze Village (430 m)

Obwohl der Ort nur 3.100 Einwohner hat, ist er doch in ganz Frankreich bekannt. Das liegt sicherlich am gut erhalten Altstadtkern, der nur zu Fuß zu erkunden ist. Friedrich Nietzsche schrieb hier während eines Winteraufenthaltes im Jahre 1883/84 einen Teil seines epochalen Werks "Also sprach Zarathusta". Daran erinnert der „Sentier-Friedrich Nietzsche“, welchen der Philosoph bei seinem Aufenthalt öfters gegangen sein soll und den er, auf Grund der landschaftlicher Schönheit, in seinen Briefen wiederholt preist.

Wenn man bedenkt, dass Èze bis zum Jahre 1952 noch nicht einmal über fließendes Wasser verfügte, sich heute jedoch zu einem bedeutenden Touristenziel entwickelt hat, wird klar wie schnell der Fotschritt in dieses mittelalterliche Dorf Einzug gehalten hat.

Vence (537 m)

Vence gehört zu den berühmten Reisezielen in der Provence. Es thront hoch oben auf einem Felsen, ist von der Küste schnell erreichbar und hat den Charakter eines kaum berührten Voralpenstädtchens. Die ganze Altstadt ist von einer Stadtmauer umschlossen, durch die zahlreiche Tore ins Innere der Stadt führen. Eines der bekanntesten ist wohl die "Porte de Peyra".

Das 20. Jahrhundert brachte Vence – angezogen vom angenehmen Klima und dem besonderen Licht – den Tourismus und die Künstler, wodurch die Stadt einen wirtschaftlichen und kulturellen Aufschwung erlebte. Zahlreiche Künstler verkaufen heute ihre Werke in den Galerien, die man überall in den engen Gassen antrifft. Besonders erwähnenswert ist die La Chapelle du Rosaire, die nach Plänen von Henri Matisse gestaltet wurde.

Fondation Maeght (bei Vence)

Die Fondation Maeght ist ein privates Museum mit Skulpturengarten und wurde 1964 durch eine Stiftung des Ehepaars Maeght gegründet. Neben der bedeutenden Sammlung moderner Gemälde kann man in den Gärten der Fondation Maeght viele Skulpturen, Plastiken und Installationen großer zeitgenössischen Künstler, wie beispielsweise Miro oder Giacometti, besichtigen.

Saint Paul de Vence

Saint Paul geht zurück auf das 11. Jahrhundert. Unter der mediterranen Sonne und dank der Fruchtbarkeit des Bodens entwickelte sich das bescheidene Dorf allmählich zur Königlichen Stadt, die 1418 bereits von anerkannter militärischer  und administrativer Bedeutung war. In der Renaissance entstanden die berühmten Festungsanlagen, die, als historisches Denkmal, noch heute den Horizont beherrschen.

Die Erinnerung an Maler des 20. jahrhunderts, an Regiseure, Cineasten und andere französische und internationale Stars drängt sich dem Besucher beim Spaziergang durch die verwirrten Gassen auf. Der bekannte Stadtbrunnen, die Kollegiatskirche oder auch ein Versuch des « boutchin » (eine Besonderheit des Pétanque) zeugen von dem kulturellen Reichtum der Stadt.

Die beherrschende Aussichtslage, die betörende Lichtfülle, die  provenzalische Authentizität und die Poesie der Landschaft machen Saint-Paul zu einem begehrten.Anziehungspunkt für Künstler, Touristen und Geschäftsleute.

Peille (617 m)

Über La Turbie erreicht man den Ort Peille, der wie ein Schwalbennest an den Felsen klebt. Peille ist vom Tourismus noch weitgehend unberührt, wird aber von Kletterern bereits frequentiert.

Das mittelalterliche Dorf liegt nur 22 Kilometer von Nizza entfernt auf einer Höhe von 620 m und besitzt zwei Viertel, die bereits im 11. Jahrhundert entstanden sind.

In Peille flaniert man durch enge Gassen, vorbei an Häusern aus Kalksandstein, teils mit Blumen geschmückt, und auf Plätzen mit plätschernden Brunnen laden Bänke zum Ausruhen ein.

Im Le Councas (direkt beim Ortseingang) habe ich übrigens den besten Hamburger meines Lebens gegessen.

 

  

Coaraze (650 m)

Coaraze gilt als eines der schönsten Bergdörfer Frankreichs. Es liegt, von Olivenbäumen umgeben, auf 650 m Höhe an der D15 der "Route de Soleil".

Dieses mittelalterliche Dorf mit seinen engen Gassen, dem Kopfsteinpflaster, den vielen Durchgängen, Plätzen auf denen Brunnen plätschern, lädt seine Besucher zum Flanieren ein. Bekannt wurde Coaraze vor allem auch durch seine Sonnenuhren, die man an vielen Stellen des Dorfes antrifft und durch die Kirche "St. Jean Baptiste" mit ihrem barocken Innenraum.

 

 

Wer noch Zeit hat, sollte unbedingt die D15 hinter Coaraze weiterfahren zum Col Saint-Roch. Diese Serpentinenstrecke bietet an einigen Stellen wunderbare Aussichten in tiefe Schluchten und auf das umliegende Bergland.

 

 

Gorges de la Vesubie und Var-Tal

Eine Fahrt mit dem "Train de Pigne" (Pinienzapfenzug)

Wer einen besonderen Tagesausflug unternehmen möchte, kann mit dem "Train de Pignes" das Hinterland Nizzas erkunden. Seinen Namen verdankt der Zug, der bereits seit dem Jahr 1892 verkehrt, dem Umstand, dass früher die Reisenden Pinienzapfen während der Fahrt auf die steilen Höhen einsammelten, um so genug Heizmaterial für die Lok zusammenzutragen. Inzwischen geht es in dem Zug deutlich komfortabler zu. Eine Fahrt durch die Berge bis nach Digne-les-Bains kostet rund 40 Euro.

Die Schmalspurbahn passiert einige romantische Dörfchen, Viadukte und unzählige Tunnel. Bis nach Digne-les-Bains zur Endstation dauert es rund drei Stunden, so dass es sich eigentlich an einem Tag nicht lohnt bis zum Endpunkt zu fahren. Viel schöner ist es, den Zug an einer der Stationen zu verlassen und die grandiose Voralpenlandschaft im Rahmen einer kleinen Wanderung zu erkunden.

 

 

 

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